Der Winterschlaf der Haardbiker

Wer denkt Haardbiker machen einen ausgedehnten Winterschlaf wie das berühmte Murmeltier aus der US-Stadt Punxsutawney oder eine Winterruhe wie unser heimisches Eichhörnchen, der hat sich gewaltig geirrt. Haardbiker fahren ganzjährig auf den Spuren von Rotwild, Wildschwein und Meister Lampe durch Wald und Flur. Egal ob Haard, Hohe Ward oder Halde, je nach Streckenwahl und Schwierigkeitsgrad kommen da schon 40 bis 50 km mit An- und Abfahrt zum Treffpunkt zusammen. Selbst Regen- und Schneefall kann einen Haardbiker nicht aufhalten. Ist der Sattel erst mal warm und die Kette schnurrt wie eine alte Katze, wird die Tour bis zum erlösenden oder erfüllenden Ende durchgefahren.

Falls das Erfrischungsgetränk im Flaschenhalter zum Eiswürfel mutiert, muss zur Not halt mal von Kalt- zum Heißgetränk gewechselt werden (ohne Umdrehungen natürlich). Alternativ kann auch eine Einkehr wahre Wunder bewirken und ungeahnte Kraftreserven mobilisieren. Ein wohlschmeckender Kakao mit Sahnehäubchen kann im Winter auch Gefrierfleisch wiederbeleben.

Haardbiker im Winter

In diesem Winter waren wir selbst bei -7° Celsius mit einer Gruppe von fünf bis zehn Bikern auf Tour.

Die offizielle Haardbiker-Jahresabschlusstour des vergangenen Jahres war, wie kann es anders sein, ein selbst organisierter zweitägiger Ruhrpottcross über ca. 160 km von Duisburg bis Dortmund, bei schlappen 5° Celsius und teilweise anhaltender Wolkenberieselung.

Durchnässt bis auf die Socken, aber überglücklich ob der bestandenen Selbstgeißelung sind wir in das avisierte Restaurant unseres Vertrauens eingefallen und haben nach einem kompletten Bekleidungswechsel unsere Kalorienspeicher wieder annähernd auffüllen können.

Die anschließende Rückfahrt mit unseren Gepäckstücken (Bikes) im Regionalexpress war der krönende Abschluss einer gelungenen Bikesaison.
Es ist einfach ein tolles Gefühl, der Witterung zu trotzen und dabei in der Gruppe Gleichgesinnter Spaß zu haben.

Bis bald im Wald